Familienblog

„Mein Kind-dein Kind“ Verunsicherung durch vergleichen

In meinen Beratungen begegnet mir häufig die Aussage: Wenn ich mich in Kontakt mit anderen Müttern befinde vergleiche ich mich und mein Kind, dabei geht es mir schlecht ich habe das Gefühl alles falsch zu machen?

Diesem Phänomen begegnet vielen Müttern und Vätern. Gerade bei den Kleinsten neigen wir dazu genau hinzuschauen wer was schon kann. Dabei entwickelt sich jedes Kind in seinem eigenen Tempo. Auch die gut gemeinten Tipps führen häufig eher zur Verunsicherung und zur Angst alles falsch zu machen und das gerade bei dem Mensch der einem doch am Wichtigsten ist. Auch kann dies dazu führen den Kindern unterbewusst das Gefühl zu geben nicht zu genügen, nicht schnell genug zu sein, sich nicht gesellschaftskonform zu entwickeln.
Ich habe hierauf gleich zwei Antworten. Eltern machen intuitiv meistens alles richtig und Eltern machen in ihrem Leben unglaublich viele Fehler. Und beides ist gut. Es gibt keine goldene Regel wo das Kind denn am Besten schlafen soll, wann man anfängt mit der Beikost, ob man stillt oder zufüttert, ob Stoffwindeln oder Wegwerfwindeln, wie man mit der Trotzphase, dem Zahnwechsel oder der Pubertät umgeht…. aus meiner Erfahrung ist das richtig und gut, was sich für Eltern in dieser Phase gut anfühlt. Und vermutlich würden Sie auch bei Ihrem 2. Kind vieles anders machen, wie bei Ihrem 1. Kind und im Nachhinein denken sie es war doch einiges dabei, was sie evtl. beim nächsten Kind wieder anders machen würden. Und auch das ist okay. Kinder wollen keine perfekten Eltern nach Lehrbuch, sie brauchen Eltern die authentisch sind und auch Fehler machen können und dürfen. Kinder lernen durch Beobachtung und zeigen ihren Eltern was sie brauchen. Der Schlüssel ist mit möglichst viel Gelassenheit, Freude und Authentizität den unterschiedlichen Lebensphasen meines Kindes zu begegnen. Und ich denke viele Eltern stimmen mir zu wenn ich sage: Es sind alles Phasen und sie gehen vorbei….;-)

Melanie Schütt

Sozialpädagogin (B.A.) Melanie Schütt

Melanie Schütt
Ich bin geboren und aufgewachsen in Heilbronn, der schönen Weinstadt am Neckar.
Seit 2012 bin ich mit meinem langjährigen Partner verheiratet, unsere Tochter kam im Mai 2014 auf die Welt.

Nach meinem Abitur leistete ich ein Freiwilliges Soziales Jahr beim Wohlfahrtswerk Heilbronn.
Danach folgte das Studium der Sozialen Arbeit im dualen System der Dualen Hochschule Stuttgart, mit der Vertiefung Offene Kinder- Jugend- und Gemeinwesenarbeit mit Spezialisierung Interkulturelle Soziale Arbeit.
Während meines Studiums arbeitete ich unter anderem für die profamilia Singen.

In Konstanz arbeitete ich im Kinderkulturzentrum, in der Offenen Jugendarbeit und für eine längere Zeit in der Gemeinwesenarbeit des Treffpunkt Petershausen. Dort leitete ich unter anderem ein Sprachcafé für Frauen mit Migrationshintergrund. Die Arbeit mit den Frauen hat mein Interesse für die verschiedenen Kulturen und wie diese miteinander wirken, erweckt. Daraufhin absolvierte ich die Ausbildung zur interkulturellen Trainerin.

Im Bodenseekreis wechselte ich dann zur Jugendhilfe. Im Rahmen der synergieGbR begleitete ich Familien, welche Unterstützung wünschten, nach dem systemischen Beratungsansatz.
Diese Arbeit prägte mich sehr und brachte mir immer mehr ins Bewusstsein, wie wichtig eine ressourcenorientierte Haltung und Arbeitsweise ist. Der Glaube an die Fähigkeit jedes Menschen sich selbst und somit sein Lebenssystem weiterzuentwickeln und zu verändern, sind die Grundpfeiler meiner Arbeit.
Im Rahmen der synergieGbR machte ich die Weiterbildung in der systemischen Interaktionstherapie nach Michael Biene. Außerdem machte ich mich in einer internen Weiterbildung mit den Mottozielen nach Maja Storch vertraut.

Nach der Rückkehr vom Bodenseekreis zurück in meine Heimatstadt Heilbronn arbeitete ich beim Internationalen Bund, bei welchem ich für die BvB Reha Maßnahme zuständig war.

Qualifikationen

Studium der Sozialen Arbeit bei der Dualen Hochschule Stuttgart
mit berufsbezogener Praxis bei der Stadt Konstanz mit Abschluss als Sozialpädagogin (B.A.)

Weiterbildung “frühe Hilfen für Eltern” und LIEBE HABEN bei der profamilia Singen

Ausbildung zur Interkulturellen Trainerin zertifiziert nach dgikt in Göttingen

Weiterbildung in der Systemische Interaktionstherapie nach Michael Biene

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